Ansprüche an „Weiblichkeit“
Geschrieben von Admin | Dienstag, 15. November 2011
Viele weiblich sozialisierte Menschen (ich sage hier mit Absicht nicht Frauen, denn es gibt durchaus Menschen, die sich nicht als Frau definieren wollen oder können, aber trotzdem als Frau erzogen wurden) finden es wichtig, „gut auszusehen“, weil sie schon von Kind auf mit diesem Anspruch aufgewachsen sind. Was „gutes Aussehen“ hierzulande im Durchschnitt bedeutet ist von der Gesellschaft halbwegs festgelegt: Dazu gehört eine schlanke Figur, weiße Zähne, Haarlosigkeit unter den Achseln und an den Beinen und meist auch zumindest wenig Haare im Intimbereich und so weiter. Aber auch die Kleidung ist hierbei sehr wichtig, Schlabberpullover, Boxershorts, Bauarbeiterlatzhosen und Baggy Jeans gelten als „unsexy“, vielmehr sind halbdurchsichtige und / oder wenig Stoff besitzende Damen Dessous sowie enge Hosen und Oberteile angesagt. Natürlich möchte so gut wie jeder Mensch dazugehören und angesehen werden, aber trotzdem sollten sich weiblich sozialisierte Menschen hin und wieder fragen, ob sie nicht auch einen Beitrag zu einer positiven Veränderung leisten würden, wenn sie einmal statt der unbequemen „sexy Damen Dessous“ lieber die bequeme Baumwollunterhose, die sie eigentlich lieber anziehen würden, wählen würden. Aber natürlich liegt es auch den männlich sozialierten Menschen, ein Umdenken anzuregen und voranzutreiben, ohne Druck aufzubauen.
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